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Wahlstudie Baden-Württemberg 2011

Projektstatus: abgeschlossen

Projektleiter: Prof. Dr. Thorsten Faas

Mitarbeitende: Johannes Blumenberg, M.A.

Zielsetzung

Die empirische Wahlsoziologie ist national und international eine fest verankerte Teildisziplin der Politikwissenschaft, die theoretisch-analytisch wie empirisch höchsten professionellen Standards genügt. Bislang lag der Interessensfokus in Deutschland dabei fast ausschließlich auf der Analyse von Bundestagswahlen, während der Analyse von Landtagswahlen allenfalls peripheres Interesse zukam. Insbesondere mit Blick auf die Veränderungen des Wahlprozesses (z. B. sinkende Wahlbeteiligung, steigender Anteil von Wechselwählern), der Charakteristika des föderalen Systems der Bundesrepublik Deutschland und der damit einhergehenden steigenden Bedeutung der Landespolitik ist diese Fokussierung jedoch unzureichend.
Vor diesem Hintergrund wird anlässlich der Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg eine eigenständige akademische Wahlstudie durchgeführt: die Wahlstudie Baden-Württemberg 2011. Ihr inhaltliches Interesse gilt Prozessen der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung der Bürger im deutschen Mehrebenensystem am Beispiel dieser Wahl. Die Prozesse werden im Detail erfasst und im Lichte einschlägiger Theorien und Modelle analysiert. Dazu wird erstmals in Deutschland ein innovatives Erhebungsdesign realisiert, das im Rahmen einer Onlineerhebung Panelelemente mit dem Prinzip rollierender Querschnitte zu rollierenden Panelwellen verbindet. Die Studie erlaubt es, in sehr feinkörniger Art und Weise Veränderungs- und Kristallisationsprozesse, die sich während des baden-württembergischen Wahlkampfs ereignen, zu erfassen.